Gemeinwohl sichtbar machen: Vier Kirchengemeinden veröffentlichen ihre GWÖ-Bilanzierung

Die Kirchengemeinden Oldenswort, Witzwort-Uelvesbüll, Nieharde und Husum machen ihr Engagement für gemeinwohlorientiertes Handeln sichtbar. Sie haben den Prozess der Gemeinwohl-Ökonomie, kurz GWÖ, durchlaufen und ihre Ergebnisse in Testaten und Berichten dokumentiert. Die Zertifikate sind bis zum 31. Mai 2027 gültig. Dabei erreichte Nieharde 448 Punkte, Husum 379 Punkte, Oldenswort 374 Punkte und Witzwort-Uelvesbüll 320 Punkte.

Gemeinwohl als Maßstab kirchlichen Handelns

Die Kirchengemeinden Oldenswort, Witzwort-Uelvesbüll, Nieharde und Husum machen ihr Engagement für gemeinwohlorientiertes Handeln sichtbar. Sie haben den Prozess der Gemeinwohl-Ökonomie, kurz GWÖ, durchlaufen und ihre Ergebnisse in Zertifikaten und Berichten dokumentiert. Die Zertifikate sind bis zum 31. Mai 2027 gültig.

Dabei erreichte Nieharde 448 Punkte, Husum 379 Punkte, Oldenswort 374 Punkte und Witzwort-Uelvesbüll 320 Punkte.

Die Gemeinwohl-Ökonomie fragt nicht zuerst danach, was wirtschaftlich den größten Nutzen bringt, sondern was dem gesellschaftlichen Miteinander dient. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung sowie Transparenz und Mitentscheidung. Für Kirchengemeinden ist das ein naheliegender Maßstab, weil kirchliche Arbeit immer auch Verantwortung für das Zusammenleben vor Ort übernimmt.

Oldenswort: Kirche mitten im Dorfleben

Besonders anschaulich wird das in den vorliegenden Berichten aus Oldenswort und Witzwort-Uelvesbüll. In Oldenswort zeigt sich Gemeinwohlorientierung unter anderem in der engen Einbindung ins Dorfleben, in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren, in der Gastfreundschaft für Pilgernde und Gäste sowie in der bewussten Auseinandersetzung mit Fairem Handel und öko-fairer Beschaffung.

Deutlich wird dabei, dass kirchliche Arbeit weit über die eigenen Gebäude und Angebote hinausreicht. Sie wirkt in die Gemeinde hinein und trägt dazu bei, Gemeinschaft konkret zu gestalten.

Witzwort-Uelvesbüll: Bilanzierung als Impuls für Entwicklung

Auch Witzwort-Uelvesbüll nutzt die GWÖ-Bilanzierung nicht nur als formalen Nachweis, sondern als Instrument zur Weiterentwicklung der eigenen Gemeindearbeit. Im Bericht wird deutlich, wie eng Fragen des Gemeinwohls mit ganz praktischen Themen verbunden sind: mit der Nutzung von Gebäuden, mit kulturellen Formaten, mit regionaler Verantwortung und mit dem Wunsch, das Profil der Gemeinde zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Bilanzierung macht damit sichtbar, dass Gemeinwohl nicht abstrakt bleibt, sondern sich in vielen kleinen und großen Entscheidungen des Alltags zeigt.

Auch Husum und Nieharde sind zertifiziert

Neben Oldenswort und Witzwort-Uelvesbüll haben auch die Kirchengemeinden Husum und Nieharde den GWÖ-Peerevaluationsprozess erfolgreich durchlaufen. Die vorliegenden Zertifikate belegen, dass beide Gemeinden zertifiziert sind und ihre Ergebnisse bis zum 31. Mai 2027 gültig sind.

Mit 448 Punkten erreichte Nieharde das höchste Ergebnis unter den beteiligten Kirchengemeinden, Husum kam auf 379 Punkte. Auch damit wird deutlich, dass sich die Gemeinden auf den Weg gemacht haben, ihr Handeln an überprüfbaren Gemeinwohl-Kriterien auszurichten.

Transparenz und Verantwortung vor Ort

Mit der Veröffentlichung ihrer Unterlagen zeigen die vier Kirchengemeinden, dass kirchliches Handeln transparent, überprüfbar und werteorientiert gestaltet werden kann. Die GWÖ-Bilanzierung ist dabei nicht nur ein abgeschlossener Prozess, sondern auch eine Einladung, weiter an den eigenen Maßstäben zu arbeiten und Gemeinwohl ganz konkret vor Ort zu leben.

Förderung und weitere Informationen

Das Vorhaben wurde gefördert durch die Aktivregionen Südliches Nordfriesland und Mitte des Nordens, die Bingo-Umweltlotterie sowie den Kirchlichen Entwicklungsdienst.

Die Zertifikate und Berichte stehen auf dieser Seite zum Download bereit. Wer Näheres zur Gemeinwohl-Bilanzierung der beteiligten Kirchengemeinden erfahren möchte, kann sich an den benannten Ansprechpartner wenden.

Ansprechpartner für die beteiligten Kirchengemeinden

Andreas Schaperdoth, Mail: andreas.schaperdoth@gmx.de