Gemeinwohl sichtbar machen: Vier Kirchengemeinden veröffentlichen ihre GWÖ-Bilanzierung

Die Kirchengemeinden Oldenswort, Witzwort-Uelvesbüll, Nieharde und Husum machen ihr Engagement für gemeinwohlorientiertes Handeln sichtbar. Sie haben den Prozess der Gemeinwohl-Ökonomie, kurz GWÖ, durchlaufen und ihre Ergebnisse in Testaten und Berichten dokumentiert. Die Zertifikate sind bis zum 31. Mai 2027 gültig. Dabei erreichte Nieharde 448 Punkte, Husum 379 Punkte, Oldenswort 374 Punkte und Witzwort-Uelvesbüll 320 Punkte.

Gemeinwohl als Maßstab kirchlichen Handelns

Die Kirchengemeinden Oldenswort, Witzwort-Uelvesbüll, Nieharde und Husum machen ihr Engagement für gemeinwohlorientiertes Handeln sichtbar. Sie haben den Prozess der Gemeinwohl-Ökonomie, kurz GWÖ, durchlaufen und ihre Ergebnisse in Zertifikaten und Berichten dokumentiert. Die Zertifikate sind bis zum 31. Mai 2027 gültig.

Dabei erreichte Nieharde 448 Punkte, Husum 379 Punkte, Oldenswort 374 Punkte und Witzwort-Uelvesbüll 320 Punkte.

Die Gemeinwohl-Ökonomie fragt nicht zuerst danach, was wirtschaftlich den größten Nutzen bringt, sondern was dem gesellschaftlichen Miteinander dient. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung sowie Transparenz und Mitentscheidung. Für Kirchengemeinden ist das ein naheliegender Maßstab, weil kirchliche Arbeit immer auch Verantwortung für das Zusammenleben vor Ort übernimmt.

Oldenswort: Kirche mitten im Dorfleben

Besonders anschaulich wird das in den vorliegenden Berichten aus Oldenswort und Witzwort-Uelvesbüll. In Oldenswort zeigt sich Gemeinwohlorientierung unter anderem in der engen Einbindung ins Dorfleben, in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren, in der Gastfreundschaft für Pilgernde und Gäste sowie in der bewussten Auseinandersetzung mit Fairem Handel und öko-fairer Beschaffung.

Deutlich wird dabei, dass kirchliche Arbeit weit über die eigenen Gebäude und Angebote hinausreicht. Sie wirkt in die Gemeinde hinein und trägt dazu bei, Gemeinschaft konkret zu gestalten.

Witzwort-Uelvesbüll: Bilanzierung als Impuls für Entwicklung

Auch Witzwort-Uelvesbüll nutzt die GWÖ-Bilanzierung nicht nur als formalen Nachweis, sondern als Instrument zur Weiterentwicklung der eigenen Gemeindearbeit. Im Bericht wird deutlich, wie eng Fragen des Gemeinwohls mit ganz praktischen Themen verbunden sind: mit der Nutzung von Gebäuden, mit kulturellen Formaten, mit regionaler Verantwortung und mit dem Wunsch, das Profil der Gemeinde zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Die Bilanzierung macht damit sichtbar, dass Gemeinwohl nicht abstrakt bleibt, sondern sich in vielen kleinen und großen Entscheidungen des Alltags zeigt.

Auch Husum und Nieharde sind zertifiziert

Neben Oldenswort und Witzwort-Uelvesbüll haben auch die Kirchengemeinden Husum und Nieharde den GWÖ-Peerevaluationsprozess erfolgreich durchlaufen. Die vorliegenden Zertifikate belegen, dass beide Gemeinden zertifiziert sind und ihre Ergebnisse bis zum 31. Mai 2027 gültig sind.

Mit 448 Punkten erreichte Nieharde das höchste Ergebnis unter den beteiligten Kirchengemeinden, Husum kam auf 379 Punkte. Auch damit wird deutlich, dass sich die Gemeinden auf den Weg gemacht haben, ihr Handeln an überprüfbaren Gemeinwohl-Kriterien auszurichten.

Transparenz und Verantwortung vor Ort

Mit der Veröffentlichung ihrer Unterlagen zeigen die vier Kirchengemeinden, dass kirchliches Handeln transparent, überprüfbar und werteorientiert gestaltet werden kann. Die GWÖ-Bilanzierung ist dabei nicht nur ein abgeschlossener Prozess, sondern auch eine Einladung, weiter an den eigenen Maßstäben zu arbeiten und Gemeinwohl ganz konkret vor Ort zu leben.

Förderung und weitere Informationen

Das Vorhaben wurde gefördert durch die Aktivregionen Südliches Nordfriesland und Mitte des Nordens, die Bingo-Umweltlotterie sowie den Kirchlichen Entwicklungsdienst.

Die Zertifikate und Berichte stehen auf dieser Seite zum Download bereit. Wer Näheres zur Gemeinwohl-Bilanzierung der beteiligten Kirchengemeinden erfahren möchte, kann sich an den benannten Ansprechpartner wenden.

Ansprechpartner für die beteiligten Kirchengemeinden

Andreas Schaperdoth, Mail: andreas.schaperdoth@gmx.de

Propst Mathias Lenz informiert über Transformationsprozesses im Kirchenkreis Nordfriesland.

Von Mathias Lenz

Propst Mathias Lenz hat an diesem Wochenende die Synode des Kirchenkreises Nordfriesland über den Stand des Transformationsprozesses in den Kirchengemeinden und im Kirchenkreis informiert. Dabei lag sein Augenmerk vor allem auf vier Punkten: Kirche bleibt in Nordfriesland trotz aller Schwierigkeiten in der Fläche präsent, kirchliche Gebäude bieten Möglichkeiten und sind Herausforderung zugleich, die Finanzen sind ein kritischer Faktor und Kreativität und kluge Ideen sind nötig, auch wenn es zum Teil noch nicht den passenden rechtlichen Rahmen gibt. „Wir brauchen Phantasie und Energie, um in dieser Situation gemeinsam einen guten Weg in die Zukunft zu finden“, erklärt Propst Mathias Lenz.

Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Zusammenarbeit der Gemeinden in Regionen. Die 57 Kirchengemeinden des Kirchenkreises Nordfriesland sind seit September 2020 in neun Regionen aufgeteilt. Nun heißt es, die Regionen mit Leben zu füllen, damit die dort zusammengefassten Kirchengemeinden gemeinsam die anstehenden Herausforderungen angehen können. „Nur ein Bekenntnis zu Gemeinschaft und Zusammenhalt wird uns stark machen“, schließt Propst Mathias seinen Bericht an die Synode.

Unterschiedliche Geschwindigkeiten, unterschiedliche Herausforderungen

Im Anschluss an den Bericht entspann sich eine lebhafte Diskussion zu den unterschiedlichen Voraussetzungen und anstehenden Herausforderungen in den Kirchengemeinden und Regionen. Hingewiesen wurde dabei auf die besondere Belastung der Ehrenamtlichen in Kirchengemeinden, die teilweise seit Jahren ohne Pastorin oder Pastoren arbeiten müssen. Hier müsse darauf geachtet werden, dass es nicht zur Überforderung der ehrenamtlich arbeitenden Personen kommt. Allerdings spüren auch die Pastorinnen und Pastoren die steigende Arbeitslast deutlich.

Unterschiedlich ist auch der Veränderungsdruck in den Kirchengemeinden. Während in einigen Gemeinden die Situation zum Beispiel aufgrund von Belastungen durch die Gebäude schon angespannter ist, sind andere Gemeinden durch hohe Rücklagen, Fördervereine oder Stiftungen noch gut abgesichert. Alle einen jedoch die Auswirkungen des gravierenden Rückgangs der Kirchenmitglieder sowohl in der Landeskirche als auch im Kirchenkreis Nordfriesland. „Gerade in dieser Zeit müssen wir als Kirche aber nicht vor Angst erstarren, sondern neue Formen und Möglichkeiten finden für unsere Kirche finden. Deshalb begrüßen wir als Synode den Transformationsprozess ausdrücklich und danken Propst Mathias Lenz für sein Engagement“, erklärt Prof. Dr. Stefan Krüger, Präses der Synode des Kirchenkreises Nordfriesland.

Genauer Blick auf das Ehrenamt

Besonders in den Blick nahm die Synode an diesem Wochenende auch die Aufgaben von Ehrenamtlichen. Der Politikwissenschaftler Paul Steffen gab einen informativen Überblick über die Bedeutung des Ehrenamtes in Deutschland und in der Nordkirche. Überraschend war die Erkenntnis, dass sich Menschen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren fast gleich häufig im Ehrenamt engagieren, im Schnitt ein Drittel, und zwar beständig und intensiv, also über viele Jahre im Schnitt 5 Stunden die Woche.

Zwar sei die Zahl der Ehrenamtlichen in ganz Deutschland, auch in der Landeskirche, seit der Corona-Pandemie gesunken, aber gerade in den vergangenen Monaten würde ein Umdenken einsetzen. Neuste Zahlen würden belegen, dass mittlerweile über 40 Prozent der zurzeit nicht engagierten Personen sich vorstellen könnten, ein Ehrenamt zu übernehmen. Nur wie gewinnt man sie? Laut des Politikwissenschaftlers Paul Steffen seien dafür fünf Faktoren wichtig: gute Rahmenbedingungen, Anerkennung durch eine angemessene Aufwandsentschädigung und Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Zudem müsse die Aufgabe als Sinn stiftend empfunden und mit Aktion und einem Gruppenerleben verbunden sein. All dies werde für mehr und mehr Menschen in unruhigen Zeiten wieder wichtiger.

Wichtige Themen für die Zukunft

Transformationen und Ehrenamt – wichtige Themen also, die die Zukunft unseres Kirchenkreises maßgeblich beeinflussen und die Synode vermutlich auch in den kommenden Jahren noch beschäftigen werden. „Die Synode macht deutlich, die Zukunft der Kirche in Nordfriesland wird im gemeinsamen Handeln entschieden. Mit Mut, klaren Prioritäten und einer starken Kultur des Miteinanders sollen die anstehenden Veränderungen aktiv gestaltet werden“, so Synodenpräses Prof. Dr. Stefan Krüger abschließend.

Politische Andacht in Ladelund Dr. Katja Happe, Propst Mathias Lenz, SPD-Politikerin Serpil Midyatli
Politische Andacht in Ladelund Dr. Katja Happe, Propst Mathias Lenz, SPD-Politikerin Serpil Midyatli

Politische Andacht in Ladelund: Erinnerung und Demokratie gehören zusammen

Erst in die Gedenkstätte, dann in die Kirche

Am 19. Februar bekam die politische Andacht in Ladelund eine besondere Bedeutung: Der Tag erinnert auch an den rassistischen Anschlag von Hanau im Jahr 2020. Gerade deshalb wurde an diesem Abend deutlich, wie wichtig Erinnerung, eine klare Haltung gegen Menschenfeindlichkeit und der Einsatz für Demokratie sind.

Bevor die politische Andacht begann, wurde sich in der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund getroffen, gemeinsam mit Dr. Katja Happe, Propst Mathias Lenz, der SPD-Politikerin Serpil Midyatli und weiteren Beteiligten. Dort gab es eine sehr informative Führung durch die moderne Gedenkstätte.

Das war ein starker Auftakt, weil an diesem Ort sehr deutlich wird, worum es eigentlich geht. Ladelund erinnert nicht nur an die Vergangenheit. Die Gedenkstätte zeigt auch, wie schlimm es wird, wenn politische Entwicklungen kippen, wenn Menschen ausgegrenzt werden und wenn Demokratie verloren geht. Genau deshalb ist dieser Ort so wichtig, auch heute.

Klare Worte in der St. Petri-Kirche

Im Anschluss ging es in die St. Petri-Kirche zur politischen Andacht. Den Gottesdienst hielt Pastor Hans-Joachim Stuck. Während des Gottesdienstes hielt Serpil Midyatli eine Ansprache über die aktuelle gesellschaftliche Lage und darüber, wie wichtig Demokratie, Haltung und Verantwortung im Alltag sind.

Dabei wurde sehr greifbar, was Ladelund besonders macht: Es ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch ein Ort der Begegnung. Midyatli machte sinngemäß deutlich, dass genau das einen Unterschied macht, weil hier Menschen zusammenkommen, miteinander sprechen und sich gemeinsam erinnern. Sie betonte außerdem, wie wichtig das Engagement der Kirchengemeinde ist, die diese Arbeit mitträgt und ermöglicht.

Sie schlug auch klar den Bogen in die Gegenwart. Erinnerung, so wurde in ihrer Rede deutlich, dürfe nicht nur rückwärts schauen. Sie müsse uns heute dazu bewegen, Haltung zu zeigen gegen Rassismus, Hetze und Ausgrenzung und Demokratie aktiv zu schützen.

Fragerunde mit der Kirchengemeinde als besonderer Moment

Ein echtes Highlight war die offene Fragerunde im Gottesdienst. Die Gemeinde konnte Serpil Midyatli direkt Fragen stellen, und das hat die Andacht sehr lebendig gemacht. Besonders schön war, dass auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden dabei waren und den Abend mitverfolgt haben.

Im Austausch wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass junge Menschen solche Orte kennenlernen. Midyatli machte sinngemäß klar, dass man in Ladelund ganz konkret sehen kann, was damals passiert ist und wohin Propaganda und Menschenfeindlichkeit führen können. Gleichzeitig betonte sie, dass Demokratie nicht heißt, immer einer Meinung zu sein. Entscheidend sei, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten, einander respektieren und alle bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Hintergrund zur KZ-Gedenkstätte Ladelund

Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund erinnert an das frühere Außenlager. In nur wenigen Wochen im Jahr 1944 wurden dort über 2.000 Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen, 300 von ihnen starben in dieser kurzen Zeit.

Heute ist Ladelund ein wichtiger Ort des Gedenkens und der Bildungsarbeit. Gerade die Verbindung aus historischer Erinnerung und Begegnung macht die Gedenkstätte zu einem Ort, der auch für aktuelle Fragen wichtig bleibt: Wie gehen wir miteinander um, und wie schützen wir unsere Demokratie?

Jahresprogramm des Evangelischen Kinder- und Jugendbüros 2026: „Laut:stark Haltung zeigen!“

Das neue Jahresprogramm 2026 des Evangelisches Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland ist veröffentlicht. Unter der Überschrift „Laut:stark Haltung zeigen!“ bündelt das Team zahlreiche Freizeiten, Seminare und Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie Ehrenamtliche in Nordfriesland und darüber hinaus.

Das Motto greift sowohl gesellschaftliche Entwicklungen als auch den christlichen Auftrag auf. „Haltung zeigen heißt für uns: füreinander einstehen, Vielfalt wertschätzen und junge Menschen ermutigen, ihre Stimme zu finden“, sagt Propst Mathias Lenz im Vorwort des Programms. Gleichzeitig brauche es Räume für leise Töne: „Im Glauben und in der Kirche hat beides Raum – stark sein und schwach sein. Laut und leise sein.“

Breites Angebot in den Sommerferien

Im Mittelpunkt stehen die Sommerfreizeiten: Drei Kinderfreizeiten führen erneut nach Skovmose in Dänemark. Teenies erwartet eine Zeltfreizeit an der Ostsee in Behrensdorf. Für Jugendliche ab 15 Jahren werden unter anderem eine Wanderfreizeit auf dem dänischen Gendarmstien sowie eine Bildungsreise nach Brüssel angeboten, bei der das Thema Frieden im Zentrum steht – inklusive Besuch des Europäischen Parlaments. Junge Erwachsene können im August eine zehntägige Fahrt nach Taizé in Frankreich erleben.

„Unsere Freizeiten sind Erfahrungsräume“, erklärt das EKJB-Team. „Hier entstehen Gemeinschaft, Selbstvertrauen und Freundschaften – oft weit über die eigentliche Reise hinaus.“

Qualifizierung und Stärkung des Ehrenamts

Neben Freizeitangeboten setzt das EKJB weiterhin einen Schwerpunkt auf die Ausbildung und Begleitung Ehrenamtlicher. Zwei Jugendgruppenleiterkurse (JuLeiCa), ein Erste-Hilfe-Kurs sowie Seminare zu Erlebnispädagogik, Fundraising und seelischer Gesundheit bieten praxisnahe Qualifizierung.

„Kinder- und Jugendarbeit lebt von engagierten Menschen. Wir möchten sie fachlich stärken und persönlich begleiten“, so das Team. „Wer Verantwortung übernimmt, braucht Kompetenz – aber auch Raum zur eigenen Entwicklung.“

Gemeinschaft leben – Vielfalt feiern

Leitend bleibt dabei der Grundsatz: „Alle gemeinsam, alle anders.“ Unterschiedliche Hintergründe, Fähigkeiten und Lebenswege würden im EKJB bewusst als Bereicherung verstanden. Ziel sei es, Räume zu schaffen, in denen sich junge Menschen sicher, gesehen und angenommen fühlen.

Das komplette Jahresprogramm finden Sie >>hier<<, Anmeldungen beim Evangelischen Kinder- und Jugendbüros sind ab jetzt möglich.

Husumer Stadtkantorei sucht interessierte Sängerinnen und Sänger

Die Husumer Stadtkantorei beginnt mit den Proben des Werks „EIn deutsches Requiem“ von Johannes Brahms. Dafür sind neue Sängerinnen und Sänger herzliche willkommen. Die Proben finden immer mittwochs von 19.30 bis 21.30 Uhr im Gemeindesaal der Marienkirche statt (Norderstraße 2). Wenden sie sich gerne per Mail an Kirchenmusikdirektor Kai Krakenberg unter kai.krakenberg@kirche-husum.de.

Konzerte in Wesselburen und Husum

Das umfangreiche Werk wird die Stadtkantorei das ganze Jahr über beschäftigen. Die beiden Konzerte sind am 14. 11. in Wesselburen und am 15. 11. in der Marienkirche in Husum. Für die Baßpartie konnte der bekannte Sänger und gebürtige Husumer Ulf Bästlein gewonnen werden. Als Orchester wurde die Sinfonietta Lübeck verpflichtet. „Ein solches Meisterwerk zu erarbeiten und aufzuführen ist etwas ganz Besonderes“, schwärmt jetzt schon Kirchenmusikdirektor Kai Krakenberg.

Ansgarkreuz für Karen Tiemann auf Hallig Hooge

Mit dieser Ehrung hatte sie wirklich nicht gerechnet. „Im Ehrenamt hat man immer das Gefühl, nicht genug zu tun. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Arbeit so wertgeschätzt wird“, erzählt Karen Tiemann bescheiden. Dabei ist die Vorsitzende der Kirchengemeinde Hooge nicht nur seit Jahrzehnten eine verlässliche Stütze Ihrer Kirchengemeinde, sondern ist auch aus dem Kirchenkreis Nordfriesland nicht wegzudenken. Als Synodale der Kirchenkreissynode und stellverstretende Landessynodale gestaltet sie seit Jahren mit hohem Einsatz und viel Sachkenntnis die Geschicke unserer Kirche mit. Für die Kirchengemeinde Hallig Hooge war es also selbstverständlich, Karen Tiemann für diese hohe Auszeichnung vorzuschlagen. Ein Vorschlag, den der Kirchenkreis Nordfriesland sofort annahm. Am Sonntag, dem 15.02. um 10 Uhr wird Karen Tiemann für ihr großes ehrenamtliches Engagement in der Landeskirche, dem Kirchenkreis Nordfriesland und in ihrer Kirchengemeinde auf Hallig Hooge von Propst Mathias Lenz mit dem Ansgarkreuz, eine der höchsten Auszeichnungen der Nordkirche, geehrt.

Karen Tiemann – das Gesicht der Kirchenwarft und der Kirchengemeinde Hooge

„Unsere Kirche lebt durch solche Menschen wie Karen Tiemann, wir sind froh und dankbar für ihren jahrzehntelangen Einsatz, den wir nicht hoch genug einschätzen können“, erklärt Propst Mathias Lenz. Und die Kirchengemeinde Hooge schreibt in ihrem Antrag für die Ehrung Karen Tiemann als „das Gesicht der Kirchengemeinde und der Kirchenwarft“. Eine Beschreibung, die sicher nicht übertrieben ist. Denn bei Karen Tiemann laufen alle Fäden des kirchengemeindlichen Lebens zusammen. Sämtliche Vorgänge der Gemeinde gehen über ihren Schreibtisch und werden von ihr gemanagt. Außerdem leitet sie in den langen Phasen, in denen auf der Hallig keine Pastorin oder kein Pastor ist, die anreisenden Vertretungskräfte an und hilft ihnen, in das Gemeindeleben hineinzufinden.

Immer neugierig auf das Leben

Eine Rolle, die der gebürtigen Hoogerin nicht auf den Leib geschneidert war. Zwar sei sie in ihrem Elternhaus christlich erzogen worden, aber schon mit 15 verließ sie die Hallig, um auf dem Festland in Husum in die weitergehende Schule zu gehen. Für die Insel- und Halligkinder hieß das damals, früh erwachsen zu werden und in einem eigenen Zimmer bzw. einer kleinen Wohnung allein oder mit einer Mitschülerin zu leben. Neugierig auf das Leben jobbte Karen Tiemann nach ihrem Abschluss zunächst in Hotels und Gaststätten auf Föhr und machte dann eine Ausbildung zur Hotelkauffrau in Lindau am Bodensee. Ihre nächsten Stationen war dann das „Interconti“ in Berlin. Hier machte sie auch ihren Abschluss als staatlich geprüfte Betriebswirtin für Hotellerie und Gastronomie.  

Auf Hooge kann man sich aufeinander verlassen

Nach fünf Jahren in Berlin, 1995, war sie eigentlich auf dem Sprung ins Ausland nach Dubai, als sie die Nachricht erreichte, dass ihre Tante auf Hallig Hooge erkrankt war. Sie zögerte nicht, kehrte zurück nach Hause und pflegte ihre Tante bis zu ihrem Tod. „Das war für mich selbstverständlich. Auf Hooge können wir uns aufeinander verlassen, gerade, wenn es einmal nicht so leicht ist“, erklärt Karen Tiemann ihren Schritt. Seitdem lebt Karen Tiemann wieder auf der Hallig, hat die Gaststätte ihrer Tante, den „Blauen Pesel“ übernommen, lernte ihren Mann Michael Klisch, Bürgermeister auf Hooge, kennen und trotzt mit ihm seit Jahrzenten gemeinsam den manchmal rauen Winden auf der Hallig.

Wer auf der Hallig lebt ist der Schöpfung sehr nah

Und wenn sie über ihre Heimat spricht, kommt sie aus dem Schwärmen kaum heraus: „Auf der Hallig ist man der Schöpfung sehr nah, lebt mit der Natur nicht gegen sie und erkennt hier sehr schnell, was wirklich wichtig ist“. Eine Erfahrung, die sie auch immer wieder in ihrem Glauben stärkt. Die Auszeichnung mit dem Ansgarkreuz empfindet sie als Ermutigung, weiterzumachen. Zwar wiege die Verantwortung, die man ehrenamtlich übernehmen muss, manchmal schon schwer, so Karen Tiemann: „Aber es ist auch eine große Freude, wenn ich sehe, dass die Gemeinde auf unserer Kirchwarft zusammenhält und wie viele Gäste im Sommer unsere Kirche genießen“.

Einführung Pastor Christian Raap Kirchengemeinde Hattstedt-Olderup

Ankommen nach langer Vakanz: Einführung von Pastor Christian Raap in Hattstedt-Olderup

Nach einer längeren Vakanz hat die Kirchengemeinde Hattstedt-Olderup wieder einen Pastor. Am Sonntag, 8. Februar, wurde Christian Raap feierlich in sein Amt eingeführt. Rund 200 Gäste waren in die St.-Marien-Kirche nach Hattstedt gekommen, um diesen besonderen Moment mitzuerleben und das trotz winterlicher Temperaturen von kaum mehr als fünf Grad im Kirchraum.

Dass die Kirche dennoch bis auf den letzten Platz gefüllt war, hat Christian Raap tief bewegt. Er sprach später davon, wie überwältigt er gewesen sei von der großen Zahl der Menschen, von den vielen Glückwünschen, den lächelnden und freundlichen Gesichtern. Gerade in dieser Kälte habe sich gezeigt, wie viel Wärme in der Kirchengemeinde stecke. Für ihn sei nun spürbar gewesen: Jetzt könne es hier wirklich losgehen oder weitergehen.

Ein Gottesdienst voller Klang und Beteiligung

Der Einführungsgottesdienst war von Beginn an geprägt von einer besonderen musikalischen Dichte. Der Kirchenchor der Kirchengemeinde sowie der Posaunenchor begleiteten den Gottesdienst gemeinsam mit Orgelmusik und schufen eine festliche, zugleich sehr lebendige Atmosphäre. Immer wieder wurde die Kirchengemeinde aktiv einbezogen, unter anderem beim gemeinsamen Singen im Kanon, bei dem die Kirche förmlich von Stimmen getragen wurde.

Pastorin Inke Raabe eröffnete den Gottesdienst mit einem persönlichen Gruß an den neuen Pastor. Die Gemeinde höre nun seine Stimme als ihren neuen Pastor, sagte sie, und verband dies mit einer einfachen, ehrlichen Freude darüber, dass er nun da sei.

Ein besonderer Moment waren die musikalischen Beiträge von Christian Raap und seiner Frau Pastorin Silke Raap, die gemeinsam moderne christliche Lieder mit der Gitarre sangen. Für Raap gehören diese Lieder ganz selbstverständlich zu seinem Leben. Es seien Lieder, die man singe, die einen begleiteten und sich im Laufe der Zeit auch veränderten. Das Interesse an zeitgenössischer christlicher Musik sei für ihn Ausdruck der Suche nach neuen Wegen, den Glauben zu leben und erfahrbar zu machen.

Einführung, Segnung und persönliche Worte

Die offizielle Einführung nahm Propst Mathias Lenz vor, der den Gottesdienst gemeinsam mit Pastorin Inke Raabe und Pastor Christian Raap leitete. Mit den traditionellen Worten führte er Christian Raap in den Dienst als Pastor der Kirchengemeinde Hattstedt-Olderup ein und verband dies mit der Aufforderung, dieses Amt in der Furcht Gottes, mit Liebe und mit Freude zu führen.

In der anschließenden Segnung bat er darum, dass der Heilige Geist über Christian Raap komme und bei ihm heute und alle Tage bleibe. Er solle in Frieden gehen und gewiss sein, dass Gott ihn auf seinem Weg begleite.

Propst Lenz fand darüber hinaus sehr persönliche Worte für den neuen Pastor. Christian Raap sei jemand, der ein feines Gespür für die Leuchtkraft von Worten habe, nicht nur aufgrund seines Berufes, sondern weil er Sprache mit Bedacht einsetze. Diese Fähigkeit, so wurde deutlich, wird für seinen Dienst in der Gemeinde von großer Bedeutung sein.

Blick nach vorn: Projekte und regionale Zusammenarbeit

Auch inhaltlich richtete sich der Blick an diesem Nachmittag nach vorn. Besonders am Herzen liegt Christian Raap derzeit das Konfi-Camp im Sommer, ein großes Regionenprojekt mit rund 70 Konfirmandinnen und Konfirmanden, zahlreichen Teamern und Kolleginnen und Kollegen aus der Region. Für ihn ist dieses Camp ein starkes Zeichen gelebter Gemeinschaft und Zusammenarbeit.

Darüber hinaus möchte er den begonnenen Regionenprozess aktiv mitgestalten. Die Region sei bereits weit gegangen und habe wichtige Schritte unternommen. Nun habe er große Lust, auf diesen Zug aufzuspringen, mitzufahren und die begonnenen Veränderungen gemeinsam weiterzuführen.

Wie sich dieser Tag für ihn angefühlt habe, brachte Christian Raap später mit einem einfachen, aber eindrücklichen Bild auf den Punkt: „Wie ein warmer Regen“.

Herzlich aufgenommen

Zum Ende des Gottesdienstes überreichte der Kirchengemeinderat ein Willkommensgeschenk an den neuen Pastor, augenzwinkernd als „Pastor-Care-Paket“ bezeichnet. Es war ein Zeichen der Wertschätzung und der herzlichen Aufnahme in der Kirchengemeinde.

Beim anschließenden Empfang in Christiansens Gasthof wurde diese Atmosphäre fortgesetzt. In vielen Gesprächen, Begegnungen und Glückwünschen zeigte sich, wie sehr sich die Kirchengemeinde über den neuen Pastor freut.

Trotz der winterlichen Kälte war dieser Einführungsgottesdienst geprägt von Wärme, Musik und Zuversicht. Christian Raap ist in Hattstedt-Olderup angekommen und die Gemeinde hat deutlich gemacht, dass sie sich auf den gemeinsamen Weg mit ihm freut.

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Weihnachtskampagne: Das macht Weihnachten für euch einzigartig

„Was bedeutet Kirche für Sie?“, diese Frage haben wir beim Neujahrsempfang gestellt. Über 150 Menschen aus unseren Kirchengemeinden haben darauf geantwortet. Ihre Gedanken wurden handschriftlich auf Bierdeckeln festgehalten. Ehrlich, persönlich und sehr vielfältig.

Aus diesen Stimmen ist unsere Weihnachtskampagne „Das macht Weihnachten für euch einzigartig“ entstanden. In mehreren Beiträgen greifen wir Themen auf, die viele Menschen in der Advents und Weihnachtszeit bewegen.

Teil #1: Mitten im Advent

Der erste Teil der Reihe steht unter dem Thema „Mitten im Advent“. Die ausgewählten Aussagen erzählen davon, was Kirche in dieser besonderen Zeit sein kann.
Ein Ort zum Innehalten. Ein Raum für Stille. Ein Lichtpunkt, wenn der Weg unübersichtlich ist.

Gerade im Advent suchen viele Menschen nach Orientierung, Ruhe und Sinn. Die Stimmen aus unseren Kirchengemeinden machen sichtbar, wie unterschiedlich Kirche erlebt wird und wie verbindend diese Vielfalt sein kann.

Die weiteren Teile der Weihnachtskampagne

In den kommenden Tagen folgen weitere Beiträge mit Stimmen aus unseren Gemeinden zu diesen Themen:

Gemeinschaft an Weihnachten
Hoffnung im Licht
Halt im Klang
Vielfalt als Geschenk

Jeder Teil beleuchtet eine andere Facette dessen, was Weihnachten und Kirche für Menschen heute bedeuten.

Wo die Reihe zu finden ist

Die Weihnachtskampagne erscheint auf den Social Media Kanälen des Kirchenkreises Nordfriesland. Dort werden die einzelnen Teile veröffentlicht und fortlaufend ergänzt.

Folgen Sie uns auf Instagram und Facebook, um keinen Beitrag zu verpassen und die Stimmen aus unseren Kirchengemeinden mitzuerleben.

Kirche lebt vom Zuhören und davon, dass Menschen ihre Erfahrungen und Gedanken miteinander teilen und genau das macht unsere Kampagne sichtbar. Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Halbjahresprogramm 2026: Evangelische Frauenarbeit

Die Evangelische Frauenarbeit im Kirchenkreis Nordfriesland hat ihr Halbjahresprogramm für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Unter dem Leitgedanken Frieden richtet sich das Programm an Frauen aus unterschiedlichen Lebensphasen. Die Veranstaltungen laden dazu ein, innezuhalten, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Impulse für den eigenen Alltag zu gewinnen.

Vorbereitung auf den Weltgebetstag 2026 aus Nigeria

Einen besonderen Akzent setzt das Programm zu Beginn des Jahres mit der Weltgebetstag-Vorbereitung 2026 am Samstag, 17. Januar 2026, im Lutherhof Breklum. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Multiplikatorinnen aus den Kirchengemeinden, die den Weltgebetstag vor Ort vorbereiten und gestalten.

Unter dem Leitwort „Kommt – bringt eure Last“ steht das Weltgebetstagsland Nigeria im Mittelpunkt. Vorgestellt werden Land und Leute, biblische Texte sowie Anregungen für die gottesdienstliche Gestaltung. Musikalische Impulse ergänzen das Programm. Ziel ist es, Hintergründe zu vermitteln, praktische Ideen weiterzugeben und den Austausch unter den Teilnehmerinnen zu fördern.
Anmeldung bis 12. Januar 2026 per E-Mail an sekretariat@erw-breklum.de.

Der Weltgebetstag ist eine weltweite ökumenische Bewegung christlicher Frauen. Seit mehr als 130 Jahren engagieren sie sich über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg für Frieden, Gerechtigkeit und die Würde von Frauen und Mädchen. Auch in Nordfriesland wird der Weltgebetstag in vielen Gemeinden von ökumenischen Frauengruppen vorbereitet und gefeiert.

Weitere Termine zu Jahresbeginn

Zum Auftakt des Halbjahres gehören außerdem der Workshop „Visionboard 2026 – Kreative Jahresplanung“ am 7. Februar 2026 in Husum sowie die digitale Veranstaltung „Empty Nest – Was passiert mit mir, wenn die Kinder flügge werden?“ am 10. Februar 2026. Beide Angebote greifen persönliche Lebensfragen auf und laden zum Austausch ein.

Vielfältiges Programm bis in den Sommer

Im weiteren Verlauf des Halbjahres folgen unter anderem Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag, Tagesseminare zu Selbstfürsorge und Lebensfragen sowie kreative Workshops und Wochenendangebote. Alle Veranstaltungen stehen interessierten Frauen offen, unabhängig von Alter, Lebenssituation oder kirchlicher Bindung.

Das vollständige Halbjahresprogramm steht hier online als PDF zum Download bereit.

Kontakt:
Claudia Hansen
Leiterin Evangelische Frauenarbeit
E-Mail: sekretariat@erw-breklum.de

Überraschende Ehrung nach Weihnachtskonzert: Kai Krakenberg wird Kirchenmusikdirektor

Am Sonntagabend, dem dritten Advent, fand in der Husumer St. Marienkirche das Weihnachtskonzert der Husumer Stadtkantorei statt. Rund 250 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um die festliche Musik zu hören. Was an diesem Abend jedoch niemand wusste, auch Kai Krakenberg selbst nicht: Das Konzert sollte für ihn mit einer besonderen Überraschung enden.

Eine Überraschung zum Abschluss des Konzerts

Nach dem letzten Stück und großem Applaus wurde Kai Krakenberg, Kantor und Organist, im Anschluss an das Konzert mit dem Titel Kirchenmusikdirektor ausgezeichnet. Die Ehrung war bewusst als Überraschung geplant.

„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“

Landeskirchenmusikdirektor Hans-Jürgen Wulf überbrachte die Nachricht im Namen der Kirchenleitung der Nordkirche, die den Titel in Abstimmung mit dem Kirchenkreis Nordfriesland verliehen hat. Kai Krakenberg zeigte sich sichtlich bewegt. Zugleich machte er deutlich, dass er die Auszeichnung nicht nur als persönliche Ehrung versteht, sondern auch als Anerkennung für die gemeinsame Arbeit mit Chor, Stadtkantorei und Kirchengemeinde.

Kai Krakenberg prägt Kirchenmusik in Husum

Kai Krakenberg ist seit April 2005 Kantor und Organist an der Stadtkirche St. Marien in Husum. Mit der Husumer Stadtkantorei, regelmäßigen Konzertreihen und besonderen musikalischen Formaten prägt er seit vielen Jahren das kirchenmusikalische Leben der Stadt. Darüber hinaus ist er als Kreiskantor im Kirchenkreis Nordfriesland tätig und engagiert sich in der Nachwuchsförderung.

Im Anschluss an die Ehrung lud die Kirchengemeinde St. Marien alle Mitwirkenden und Gäste zu einem kleinen Imbiss und einem Sektempfang in das Kirchengemeindehaus ein. Dort gab es Gelegenheit zu Gesprächen, Glückwünschen und Begegnungen in entspannter Atmosphäre.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und gratulieren Kai Krakenberg herzlich zu seiner Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.